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"Ohne Besuch des Lebenshilfe-Ostermarktes kein Ostern"

Bereits Tradition hat der Ostermarkt der Werkstätte Kohlplatz (Gala-Bau). Er ist aus dem Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Auch heuer konnten am 10. April 2019 wieder zahlreiche BesucherInnen begrüßt werden.

Besonderen Anklang fanden die vielen handgefertigten und selbstgemachten Produkte – egal ob ein herrlich duftender Reindling aus der Küche oder die unterschiedlichsten Dekoartikel aus der Gärtnerei. Einiges war am Ende des Tages ausverkauft. Wie immer konnten sich die BesucherInnen auch heuer wieder im Speisesaal bei Kaffee und Tee und kleinen Köstlichkeiten aus der Küche gegen eine freiwillige Spende stärken. Für viele von ihnen gilt: "Ohne Besuch des Ostermarktes kein Ostern".

Wer es noch nicht weiß, die KundInnen und MitarbeiterInnen der Garten-Gruppe bieten ein Balkonpflanzen-Service der besonderen Art an: Mitgebrachte Balkonkisterl werden nach eigenen Wünschen und Vorstellungen bepflanzt, Beratung inklusive, und bis zur Abholung liebevoll gepflegt.

Neue Kooperation: Lebenshilfe-KundInnen fertigen Tannenkissen

In der Werkstätte Grünhübl wurde am 08.04.2019 das Projekt „Tannenwelt“ vorgestellt. Eine Kooperation zwischen der Lebenshilfe Region Judenburg und Projektmanagerin Dr. Christina Mandl.

Im Mittelpunkt dabei steht der Rohstoffe Tanne, der nicht nur als Christbaum zum Einsatz kommen kann. Dr. Christina Mandl hat sich mit diesem Projekt einen langgehegten Wunsch erfüllt: „Von Menschen mit Behinderungen händisch gefertigte Tannenkissen, mit wertvollen regionalen Rohstoffen befüllt, sind ab sofort im Webshop www.tannenwelt.at  zu bestellen. Auch in den einzelnen Standorten der Lebenshilfe Region Judenburg wird es die Kissen bald zu kaufen geben.“

Für Lebenshilfe-Obfrau Sandra Rinofner steht aber nicht der Verlauf  im Fokus, die Lebenshilfe ist immer bemüht, für Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten arbeiten, neue Tätigkeitsfelder zu entwickeln.  „Mit Tannenwelt ist uns das ein weiteres Mal gelungen. Durch die Kooperation schaffen wir sinnstiftende Arbeitsmöglichkeiten für unsere KundInnen“, erzählt Rinofner stolz. Die Lebenshilfe wird in der Region immer öfter als Wirtschaftspartner wahrgenommen. „Betriebe kommen auf uns zu, wollen mit uns zusammenarbeiten und schätzen unsere Professionalität“, so Rinofner.

Bereits bei der Planung war die Lebenshilfe Region Judenburg voll miteingebunden. „Wir sind nicht nur für die Produktion und den Versand des Endproduktes zuständig, sondern konnten auch an der Idee und der Entwicklung unsere Erfahrungen einbringen,“ meint Markus Rinner, Standortleiter jener Werkstätte in Grünhübl, in der die Arbeitsschritte von Menschen mit Behinderungen mit Unterstützung durch qualifiziertes Personal, allen voran Christine Stocker, erledigt werden.

Mit dem Projekt „Tannenwelt“ hat Christina Mandl noch viel vor. Die Produktpalette wird erweitert und Forschungsaktivitäten initiiert. Projektpartner, die die Tanne bereits jetzt als Rohstoff verwenden, können sich ebenfalls im Shop präsentieren. Auch die Lebenshilfe denkt bereits jetzt daran, sich weiter einzubringen. "Ich kann mir gut eine Tannen-Marmelade vorstellen, die von unseren KundInnen am Standort Gala-Bau produziert wird", so Rinofner.

"Step by Step" in Richtung Fix-Anstellung

Schritt für Schritt sollen Menschen mit Behinderungen durch das Pilotprojekt Step by Step II in den Arbeitsmarkt integriert werden. Fünf KundInnen der Lebenshilfe Region Judenburg nehmen an dem vom Sozialressort des Landes Steiermark geförderten Projekt teil. Einer davon ist Stefan Schuster.

Stefan Schuster, Kunde der Lebenshilfe Region Judenburg, arbeitet seit Anfang des Jahres in einem urigen Gasthaus etwas außerhalb des Ortes Fohnsdorf. In diesem familiär geführten und bodenständigen Gastronomiebetrieb, mit dem allseits bekannten Namen „Der Eisenbeitl“, fand am 13. März 2019 im Beisein von Soziallandesrätin Mag. Doris Kampus und VertreterInnen der Lebenshilfen aus Judenburg, Knittelfeld, Trofaiach und Graz eine Pressekonferenz statt.

„Die Steiermark ist seit vielen Jahren Vorreiterin in der Behindertenhilfe. Mehr Menschen mit Behinderungen in die wirkliche Arbeitswelt zu bringen, ist eines der aktuell wichtigsten Ziele“, betonte Soziallandesrätin Mag. Kampus. „Mit der Lebenshilfe haben wir einen professionellen Partner, der innovative Wege geht, die wir vom Sozialressort des Landes unterstützen“. Im Projekt Step by Step II können Menschen mit Behinderungen und Unternehmen ohne soziales Risiko herausfinden, ob die Zusammenarbeit klappt.

19 Stunden pro Woche arbeitet Stefan Schuster derzeit im „Eisenbeitl“. Auch samstags und sonntags ist er im Einsatz. „Sowohl in der Küche, als auch im Service entwickelt Stefan ungeahnte Fähigkeiten“, meint Ulfried Eisenbeitl , der Besitzer des Gasthauses sichtlich stolz. Stefan wird von seinem Mentor mit Eigenschaften wie „pünktlich, engagiert und lernwillig“ gelobt. Das Selbstbewusstsein des jungen Mannes ist während der kurzen Zeit bereits gestiegen und er hat eine enorme persönliche Entwicklung durchgemacht.

Stefan selbst schwärmt vor allem vom wertschätzenden Umgang innerhalb des Familienbetriebes: „Ich komme immer gerne zur Arbeit.“ Seine Zeit in der Lebenshilfe davor war vielfältig und reichte vom Restaurant „Neuer Marktwirt“ über die Tischlerei bis hin zur Dienstleistungsgruppe. Praktika, interne Schulungen und Coachings bereiteten den 23-Jährigen aber gut auf einen Job in der freien Wirtschaft vor.

Stefan und vier weitere Projekt-TeilnehmerInnen werden auch weiterhin von der Lebenshilfe Region Judenburg begleitet. Regelmäßige Besuche durch eine Mitarbeiterin in allen fünf Partnerbetrieben sollen Problemen vorbeugen, offene Fragen beantworten und schließlich eine endgültige Anstellung der Projekt-Teilnehmer zur Folge haben. Die Betriebe bezahlen nur einen geringen finanziellen Beitrag in das Projekt ein und stellen einen innerbetrieblichen Mentor zur Verfügung.

„Der größte Unterschied zu bisherigen Eingliederungsversuchen in den ersten Arbeitsmarkt ist, dass Menschen mit Behinderungen durch das Projekt länger Zeit haben, um den Betrieb und die Tätigkeitsfelder kennen zu lernen, ohne – wie bisher – auf die Leistungen der Behindertenhilfe verzichten zu müssen“, erklärt Mag. Jörg Neumann, kaufmännischer Geschäftsführer der Lebenshilfe Region Judenburg. „Außerdem haben die Teilnehmer während des Projektes Anspruch auf Sozialversicherung“, so Mag. Neumann. Spätestens bei Projektende, Mitte 2021, sollen die Teilnehmer vom jeweiligen Betrieb übernommen werden. Geschieht dies vorher, kann nachbesetzt werden. Interessierte Firmen sollen sich bei der Lebenshilfe Region Judenburg melden.

Für Stefan sieht es sehr gut aus. Sein Mentor Ulfried Eisenbeitl ist zufrieden mit Stefan und seiner Arbeit. Wer den Betrieb, in dem Stefan arbeitet, unterstützen möchte, kann gerne als Gast dorthin kommen. Ein Besuch zahlt sich kulinarisch auf jeden Fall aus, bietet doch die Karte bodenständige Schmankerl und vor allem noch gute, alte Hausmannskost.

Web: www.mooswirt.com

Mehr Infos zum Projekt gibt's hier: https://www.lebenshilfe-judenburg.at/projekte/step-by-step/

Generalsekretärin der Lebenshilfe Steiermark zu Besuch

Eine kleine Delegation der Lebenshilfe Region Judenburg begleitete die Generalsekretärin der Lebenshilfe Steiermark, Regina Senarclens de Grancy, am Vormittag des 8. März 2019 bei einer Tour durch die trägereigenen Projekt-Standorte.

Nachdem am Vormittag das Bistro Judenburg, der Dorfladen Fohnsdorf und der Nahversorger Nah&Frisch Murkauf besucht wurden, stand als Abschluss ein gemeinsames Mittagessen mit Geschäftsführung, Vorstand und Selbstvertreter Daniel Gamweger im Lebenshilfe-Restaurant Neuer Marktwirt auf dem Programm. Senarclens de Grancy zeigte sich von allen vier Ausgliederungsprojekten begeistert, besonders toll fand sie das Konzept des neuen Dorfladens in Fohnsdorf.

Das Motto „Raus aus den Werkstätten und rein in die Wirtschaft“ wird auch im neuen Dorfladen umgesetzt. Dort haben neun Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, einer sinnstiftenden und dem Gemeinwohl dienenden Arbeit – mitten in der Gesellschaft – nachzugehen. Auch schwerer beeinträchtige KundInnen finden dort ihren Platz. Sie können sich bei Bedarf zurückziehen oder aber auch im Verkauf mitarbeiten.

Spende: 2.500 Euro in Form von Spar-Gutscheinen

Im Rahmen der Wiedereröffnung von "Spar Judenburg" am 6. März 2019 erhielt die Lebenshilfe Region Judenburg eine Gutschein-Spende in der Gesamthöhe von 2.500 Euro.

Christoph Holzer, Geschäftsführer von Spar Steiermark, überreichte den symbolischen Scheck im Beisein zahlreicher Wiedereröffnungsfeier-Gäste an Lebenshilfe-Obfrau Sandra Rinofner mit den Worten: "Wir wollen etwas zurück geben." Danke!

Lebenshilfe Region Judenburg
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