Aktuelles

Jahreshauptversammlung: Vorstandsmitglieder wiedergewählt

Am Abend des 17. Oktober 2019 wurde der Vereinsvorstand der Lebenshilfe Region Judenburg gewählt. Die Verleihung des 4. Lebenshilfe-Awards und die Vorstellung der neuen stellv. Geschäftsführerin waren weitere Highlights. Natürlich durften auch die Ehrungen langjähriger KundInnen nicht fehlen.

Nach bereits sechs Jahren im Amt, steht Obfrau Sandra Rinofner nun für weitere drei Jahre ehrenamtlich an der Spitze des Vereins der über die Bezirksgrenzen hinaus bekannten Behindertenorganisation. Auch die weiteren Mitglieder und deren Funktionen bleiben unverändert: Dr. Sonja Mosser (Obfrau-Stv. und Schriftführerin), Herbert Autischer (Kassier und Schriftführerin-Stv.) und Werner Kremser (Obfrau-Stv. und Kassier-Stv.). Der Elternbeirat wurde erweitert. Neben Heidemarie Cebul wirken nun auch Daniela Enzinger und Silke Pirker im Verein mit.

Der Lebenshilfe-Award wurde heuer zum 4. Mal in Folge verliehen. Der Award ist eine Auszeichnung für Menschen und Betriebe der Region, die im Besondern mit der Lebenshilfe Region Judenburg verbunden sind. So auch Walter Martetschläger, Kommandant der Marinekameradschaft Erzherzog Ferdinand Max. „Getreu unserem Motto: Helfen, und anderen Freude bereiten, engagieren wir uns seit einigen Jahren für die Lebenshilfe“, erzählt Martetschläger sichtlich stolz. Zahlreiche Feste und Aktivitäten hat der Fohnsdorfer bereits für die KundInnen der Lebenshilfe organisiert, so dass „inzwischen schon ein freundschaftliches Verhältnis entstanden ist.“

Weitere Tagesordnungspunkte der Jahreshauptversammlung waren die Vorstellung der neuen stellv. Geschäftsführerin Melanie Mühlthaler und die Präsentation des kürzlich eröffneten Autismus-Behandlungszentrums durch Standortleiterin Mag. Rebecca Painold. Den offiziellen Abschluss des Abends bildeten einmal mehr die Ehrungen langjähriger KundInnen. Obfrau Sandra Rinofner überreichte gemeinsam mit Landtagspräsidentin Gabriele Kolar, BGM Hermann Hartleb, BGM Günter Reichhold und GR Herta Spreitzer Urkunden und Geschenke an die sichtlich stolzen KundInnen.

Lebenshilfe feiert Spatenstich für ELER-Haus

Durch einen großzügigen Um- und Zubau des Lebenshilfe-Wohnhauses in Fohnsdorf in der Grazerstraße wird barrierefreier, leistbarer Wohnraum für Menschen mit Beeinträchtigung geschaffen. AssistentInnen sollen künftige BewohnerInnen mittels neuer, mobiler Leistung unterstützen.

Im Beisein von Bürgermeister Gernot Lobnig, Architekt DI Robert Kroger, Bauleiter DI Peter Wallner und einer Lebenshilfe-Delegation wurde am 9. Oktober 2019 der offizielle Spatenstich für das sogenannte ELER-Haus gefeiert. Mit finanzieller Unterstützung des Landes Steiermark und der Europäischen Union schafft die Lebenshilfe Region Judenburg in Fohnsdorf dringend benötigten barrierefreien, leistbaren Wohnraum für Menschen mit Beeinträchtigung.

In Fohnsdorf und den umliegenden Gemeinden gibt es keine rollstuhlgerechten Wohnungen, die angemietet werden können bzw. barrierefrei adaptierbar sind. „Die Nachfrage ist aber bereits groß und wird laut Bedarfs- und Entwicklungsplan bis 2030 um 40 Prozent steigen“, weiß Melanie Mühlthaler, stellvertretende Geschäftsführerin der Lebenshilfe Region Judenburg. Deshalb hat sich die Organisation entschieden, ein bestehendes Wohnhaus in Fohnsdorf anzupassen. Mit dem geplanten Um- und Zubau entstehen vier Einzelwohneinheiten sowie eine Wohnung für zwei Personen mit leichter bis mittlerer Beeinträchtigung.

„Die künftigen BewohnerInnen haben dann Rechte und Pflichten, wie jeder Mieter“, so Mühlthaler. Unterstützt durch AssistentInnen sollen sie ihr Leben selbst gestalten. Im Rahmen einer mobilen Leistung, bei der neben Fachkräften auch Leihen zum Einsatz kommen, wird für die BewohnerInnen auch die Möglichkeit geschaffen, soziale Kontakte zum Gemeinwesen, zur Nachbarschaft und zu Vereinen zu knüpfen.  „Eine vollständige Integration in die Gesellschaft der Gemeinde Fohnsdorf und ihren Angebote ist ein großes Ziel“, so Mühlthaler. Mit dem neuen Projekt will die Lebenshilfe Region Judenburg auch sozialer Vereinsamung und finanziellen Existenzängsten im betroffenen Personenkreis entgegenwirken. Bürgermeister Gernot Lobnig hofft auf weitere Synergien durch das Projekt und spricht bereits bestehende Kooperation an: „Fohnsdorf braucht die Lebenshilfe und die Lebenshilfe braucht Fohnsdorf.“

Das bestehende Gebäude wird im Inneren komplett barrierefrei umgebaut und eine Wohnnutzfläche von 242m² umfassen. Im halbgeschossig versetzten Zubau sind Gemeinschaftsräume mit einer Gesamtfläche von 94m² untergebracht. „Das neu errichtete Stiegenhaus samt beidseitig zugänglichem Lift wird den Altbau mit Zubau verbinden“, erklärt Architekt DI Robert Kroger. Das abschließende gemütliche Beisammensein stimmt alle Verantwortlichen auf gute Zusammenarbeit während der knapp einjährigen Bauzeit ein. Die Fertigstellung ist für September 2020 geplant.

Neues Autismus-Behandlungszentrum in Judenburg

Das Autismus-Behandlungszentrum Obersteiermark West ist das neueste „Wunschkind“ der Lebenshilfe Region Judenburg. Seit 2013 arbeitet die Organisation an der Umsetzung des Projektes. Gemeinsam mit Soziallandesrätin Mag. Doris Kampus und Landtagspräsidentin Gabriele Kolar wurde das neue Zentrum am 23.9.2019 den Medien vorgestellt.

Besonders im zwischenmenschlichen Bereich kommt es bei Betroffenen häufig zu Problematiken. Eine engmaschige Begleitung ist wesentlicher Bestandteil einer gelungenen Integration in die Gesellschaft. Eine möglichst frühe Diagnose und eine so bald als möglich beginnende Förderung beeinflussen die Entwicklung des Betroffenen positiv. „Es ist uns ein großes Anliegen, die Menschen in ihren Lebenswelten zu entlasten und zu unterstützen“, erklärt Melanie Mühlthaler, stellv. Geschäftsführerin der Lebenshilfe Region Judenburg. Das neue Zentrum ist das einzige Angebot für Betroffene außerhalb von Graz. „Abgesehen von der Fahrzeit dauert es dort 12 bis 18 Monate, bis man einen Therapietermin bekommt", so Christiana Rust-Schmalzmaier, Mutter einer autistischen Tochter aus Judenburg.

"Die Steiermark ist ein Vorbild in der Behindertenhilfe für viele Bundesländer. Unser besonderes Augenmerk liegt auch auf Regionalisierung. Wir bringen die Unterstützungs- und Therapieangebote noch näher zu jenen Menschen, die sie brauchen. Das neue Autismuszentrum in Judenburg ist dafür ein besonders gutes Beispiel", so Sozial-Landesrätin Mag. Doris Kamups stolz.

Die Autismusexpertin der Lebenshilfe Region Judenburg, Mag. Rebecca Painold, unterstützt betroffene Familien bei der Antragsstellung, bei der Erstellung der Therapiepläne sowie bei der Durchführung der Therapien. Die Therapien finden im neuen Autismus-Behandlungszentrum in der Herrengasse 23 (ehem. WKO) statt. Es gibt einen Informationsraum, Räume für Einzeltherapien sowie einen großen Raum für Gruppentherapien. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei und leicht erreichbar. Die Therapieeinheiten werden über die  Bezirkshauptmannschaft abgerechnet. Es fallen hierfür keine Kosten an. Für darüber hinausgehende Leistungen (z.B. Diagnostik, Coaching, Workshops) fallen Kosten an.

Mehr Informationen zum Autismus-Behandlungszentrum finden Sie hier:

www.lebenshilfe-judenburg.at/projekte/autismus-behandlungszentrum/

Landschaftsapotheke unterstützt Lebenshilfe-Schwimmteam

Mit 15 neuen Schwimmbrillen und 15 Schwimmkappen, gespendet von der Landschaftsapotheke Judenburg, startet der Schwimmkader der Lebenshilfe Region Judenburg in die neue Trainingssaison.

Zweckdienlich, in einem kleinen Sling Bag verpackt, wurde die Sachspende am 12. September 2019 von Mag. Valerie Odelga, Geschäftsleitung der Landschaftsapotheke Judenburg, an die Verantwortlichen der Lebenshilfe Region Judenburg überreicht. Daniela Rosenkranz (Trainerin des Schwimmteams), Marco Sagmeister (Sektionsleiter Sport), Daniel Gamweger (Selbstvertreter) und Sandra Rinofner (Obfrau) luden zur Spendenübergabe ins Lebenshilfe-Bistro am LKH-Gelände.

„Nicht alle aus unserem Kader sind an das Tragen von Brillen und Kappen gewöhnt. Für einige wird es eine Herausforderung, damit zu trainieren“, weiß Daniela Rosenkranz, die das Team bei den wöchentlichen Trainingseinheiten im Erlebnisbad Judenburg unterstützt. Die nächsten Wettwettbewerbe stehen auch schon vor der Tür. „Im Oktober sind wir in Kapfenberg mit dabei und im November geht es für das Team nach Wörgl“, berichtet Marco Sagmeister. Beide Wettkämpfe sind Tages-Events und werden von Special Olympics Österreich organisiert.

Die Lebenshilfe Region Judenburg bietet Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit, in zwei Sportarten zu trainieren. Neben dem Schwimmen stehen auch regelmäßige Trainings im Stocksport auf dem Programm. Die Kosten für die Teilnahme an Wettkämpfen trägt die Behindertenorganisation selbst. „Vor allem Groß-Events sind teuer. Wir kooperieren bereits mit regionalen Betrieben und sind immer wieder auf der Suche nach Sponsoren“, so Obfrau Sandra Rinofner. Eine dieser regionalen Firmen, welche die SchwimmerInnen der Lebenshilfe heuer bereits mit 500 Euro unterstützt hat, ist die Loyal Personal GmbH, unter der Leitung von Hermann Simbürger. Danke!

Mega-Stimmung beim 1. Benefiz-Open-Air der Lebenshilfe

Unter dem Motto "Musik verbindet" veranstaltete die Lebenshilfe Region Judenburg am 1. August 2019 ihr erstes Benefiz-Open-Air mit Steirischen KünstlerInnen.

Schlagermusik vom Feinsten wurde den BesucherInnen des Lebenshilfe-Open-Air am Abend des 1. August geboten. Mit dabei: Marco & Maximilian, Natascha - Das Steirermadl, Oliver Haidt und die Schwoazstoaner. Die Gruppe Bergfex konnte leider verletzungsbedingt nicht auftreten, was der ausgelassenen Stimmung aber keinen Abbruch tat. Auch der Wettergott war den Fans wohlgesonnen, fielen doch nur ein paar wenige Regentropfen zu Beginn der Veranstaltung (und ein paar mehr ganz zum Schluss :-)).

Sandra Rinofner, Organisatorin und Obfrau der Lebenshilfe Region Judenburg, ließ es sich nicht nehmen, alle Anwesenden aufs Herzlichste zu begrüßen und bedankte sich bei ihrem Team und den Sponsoren, ohne die eine Veranstaltung wie diese nicht denkbar gewesen wäre: "Danke an unsere Großsponsoren Steuerberatung Enzinger-Mosser, Kaltenegger (Bau, Transporte und Trockenbau), K&K Poolworld, Raiffeisenbank Zirbenland, Stvarnik Bau und die Gemeinde Weißkirchen". Auch Moderator Mag. Gernot Esser gab sein Bestes und kündigte die Musikacts perfekt ab.

Dass "Musik verbindet" zeigte sich am bunt gemischten Publikum: Jung und Alt, behindert und nicht behindert, alle fühlten sich sichtlich wohl. Bis in die Nachtstunden wurde am Lebenshilfe-Standort Werkstätte Kohlplatz (Gala-Bau) gefeiert, getanzt und mitgesungen. Das 1. Benefiz-Open-Air der Lebenshilfe Region Judenburg war ein voller Erfolg. "Es wird auf jeden Fall eine Fortsetzung geben", versichert Obfrau Sandra Rinofner, die mit dieser Veranstaltung einen Weg gefunden hat, Geld für die Behindertenorganisation zu lukrieren, ohne auf das sonst übliche Spendensammeln zurückzugreifen.

Gartenbau-Gruppe der Lebenshilfe Ennstal zu Besuch im "Gala-Bau"

Am 17. Juli 2019 machte sich das Gartenbauteam der Lebenshilfe Ennstal auf den Weg zu einer Exkursion nach Judenburg. Gibt es doch in der Werkstätte Kohlplatz (Gala-Bau) der Lebenshilfe Region Judenburg auch ein eigenes Gartenbauprojekt.

Was also liegt näher, als sich zu einem Erfahrungsaustausch zu treffen und voneinander zu lernen.

Standortleiterin Brigitte Rieser führte durch das wunderschön gelegene Areal, auf dem in den Bereichen Küche und Garten rund 40 Menschen die Möglichkeit der Beschäftigung beziehungsweise Betreuung in unterschiedlichen Bereichen finden. Im Gartenbau der Werkstätte Kohlplatz werden Balkonblumen ebenso gezüchtet und angebaut wie verschiedenste Gemüse- und Kräuterpflanzen, die – ähnlich wie in der Lebenshilfe Ennstal – in der hauseigenen Küche verarbeitet werden oder auch in den Verkauf gelangen. Beeindruckend war der sogenannte „Sinnesgarten“, in dem Ziersträucher und wohlriechende Kräuter für ein wahres Dufterlebnis sorgen und sich wohl tausende Bienen und Schmetterlinge tummeln.
Für die Gartenbaugruppe aus Stainach war es unisono eine erlebnisreiche Exkursion, weil es „immer interessant ist, wie in anderen Gartenbau-Einrichtungen gearbeitet wird“, so Eva Maria Pichler, Sprecherin der Selbstvertretergruppe, die auch zum Gartenbauteam der Lebenshilfe Ennstal zählt.

Bevor „die Ennstaler“ wieder die Heimfahrt antraten, ging es noch zum Essen ins Zentrum von Judenburg, wo beim „Neuen Marktwirt“ – ebenfalls ein Projekt der Lebenshilfe Judenburg – das Gemüse und die Kräuter aus der Werkstätte Kohlplatz verkocht werden. Und zwar köstlich!

Text von Hans-Peter Wildling (Öffentlichkeitsarbeit Lebenshilfe Ennstal)
 

Bei der Überraschungsfahrt ging's bergab und flussaufwärts

Die TeilnehmerInnen der heurigen Fahrt ins Blaue konnten wieder einiges erleben: Eine Fahrt mit dem Hauly am Erzberg stand ebenso auf dem Programm wie eine Fahrt mit dem Floß auf der Enns.

Die diesjährige "Fahrt ins Blaue" führte uns am 8. Juni nach Eisenerz zu einer Fahrt mit dem Hauly. Es gehörte schon ein wenig Mut dazu, dieses Ungetüm zu besteigen, aber die riesigen Ausmaße der Arbeitsmaschinen und die grandiose Aussicht am Erzberg waren es wert. Nach der abenteuerlichen Fahrt ging es weiter nach Großraming, wo wir bei Floß und Co herzlich empfangen wurden. Die Chefin selbst stand bereits am Grill und wir bekamen ein ausgezeichnetes Mittagessen serviert. Danach bestiegen wir ein großes Floß und in gemächlichem Tempo fuhren wir die Enns aufwärts. Für ausgelassene Stimmung sorgte ein Harmonikaspieler, der auch viele Witze zum Besten gab und bei den Liedern wurde laut (oft auch recht falsch, behaupten böse Zungen) aber mit großer Begeisterung mitgesungen. Kaffee und hausgemachter Kuchen rundeten das perfekte Mittagessen ab und müde, aber gutgelaunt und mit vielen neuen Eindrücken fuhren wir gegen 16 Uhr wieder Richtung Heimat.

Text Karin Krainer

Maibaumaufstellen: Trotz Regenwetter kamen zahlreiche Gäste

Eltern, KundInnen und MitarbeiterInnen der Lebenshilfe Region Judenburg trotzten am 30. April 2019 dem kühlen Regenwetter: Eines war klar, der Maibaum am Standort Werkstätte und Wohnhaus Zeltweg wird mit vereinten Kräften aufgestellt.

Schon Tage vor dem Fest freuten sich viele KundInnen aufs Maibaumaufstellen, das inzwischen bereits zur Tradition geworden ist. Da kann doch ein wenig Regen nichts ausrichten. „Wir haben heute Vormittag noch schnell warme Decken besorgt“, berichtete Standortleiter Markus Rinner. Der Empfang fand drinnen statt aber zum Aufstellen des Maibaumes und für den Auftritt der „Lustigen Haxlschmeißer von Grünhübl“ fanden sich alle im Garten des Standortes ein. Und auch der Wettergott schien für diese Momente die Himmelsschleusen zu schließen. Begleitet von Harmonikaspieler Sigi Grasshoff wurde um den Maibaum getanzt, bevor es für die meisten dann zum Verzehr des sogenannten Kesselschweines wieder nach drinnen ging.

"Ohne Besuch des Lebenshilfe-Ostermarktes kein Ostern"

Bereits Tradition hat der Ostermarkt der Werkstätte Kohlplatz (Gala-Bau). Er ist aus dem Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken. Auch heuer konnten am 10. April 2019 wieder zahlreiche BesucherInnen begrüßt werden.

Besonderen Anklang fanden die vielen handgefertigten und selbstgemachten Produkte – egal ob ein herrlich duftender Reindling aus der Küche oder die unterschiedlichsten Dekoartikel aus der Gärtnerei. Einiges war am Ende des Tages ausverkauft. Wie immer konnten sich die BesucherInnen auch heuer wieder im Speisesaal bei Kaffee und Tee und kleinen Köstlichkeiten aus der Küche gegen eine freiwillige Spende stärken. Für viele von ihnen gilt: "Ohne Besuch des Ostermarktes kein Ostern".

Wer es noch nicht weiß, die KundInnen und MitarbeiterInnen der Garten-Gruppe bieten ein Balkonpflanzen-Service der besonderen Art an: Mitgebrachte Balkonkisterl werden nach eigenen Wünschen und Vorstellungen bepflanzt, Beratung inklusive, und bis zur Abholung liebevoll gepflegt.

Neue Kooperation: Lebenshilfe-KundInnen fertigen Tannenkissen

In der Werkstätte Grünhübl wurde am 08.04.2019 das Projekt „Tannenwelt“ vorgestellt. Eine Kooperation zwischen der Lebenshilfe Region Judenburg und Projektmanagerin Dr. Christina Mandl.

Im Mittelpunkt dabei steht der Rohstoffe Tanne, der nicht nur als Christbaum zum Einsatz kommen kann. Dr. Christina Mandl hat sich mit diesem Projekt einen langgehegten Wunsch erfüllt: „Von Menschen mit Behinderungen händisch gefertigte Tannenkissen, mit wertvollen regionalen Rohstoffen befüllt, sind ab sofort im Webshop www.tannenwelt.at  zu bestellen. Auch in den einzelnen Standorten der Lebenshilfe Region Judenburg wird es die Kissen bald zu kaufen geben.“

Für Lebenshilfe-Obfrau Sandra Rinofner steht aber nicht der Verkauf  im Fokus, die Lebenshilfe ist immer bemüht, für Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten arbeiten, neue Tätigkeitsfelder zu entwickeln.  „Mit Tannenwelt ist uns das ein weiteres Mal gelungen. Durch die Kooperation schaffen wir sinnstiftende Arbeitsmöglichkeiten für unsere KundInnen“, erzählt Rinofner stolz. Die Lebenshilfe wird in der Region immer öfter als Wirtschaftspartner wahrgenommen. „Betriebe kommen auf uns zu, wollen mit uns zusammenarbeiten und schätzen unsere Professionalität“, so Rinofner.

Bereits bei der Planung war die Lebenshilfe Region Judenburg voll miteingebunden. „Wir sind nicht nur für die Produktion und den Versand des Endproduktes zuständig, sondern konnten auch an der Idee und der Entwicklung unsere Erfahrungen einbringen,“ meint Markus Rinner, Standortleiter jener Werkstätte in Grünhübl, in der die Arbeitsschritte von Menschen mit Behinderungen mit Unterstützung durch qualifiziertes Personal, allen voran Christine Stocker, erledigt werden.

Mit dem Projekt „Tannenwelt“ hat Christina Mandl noch viel vor. Die Produktpalette wird erweitert und Forschungsaktivitäten initiiert. Projektpartner, die die Tanne bereits jetzt als Rohstoff verwenden, können sich ebenfalls im Shop präsentieren. Auch die Lebenshilfe denkt bereits jetzt daran, sich weiter einzubringen. "Ich kann mir gut eine Tannen-Marmelade vorstellen, die von unseren KundInnen am Standort Gala-Bau produziert wird", so Rinofner.

"Step by Step" in Richtung Fix-Anstellung

Schritt für Schritt sollen Menschen mit Behinderungen durch das Pilotprojekt Step by Step II in den Arbeitsmarkt integriert werden. Fünf KundInnen der Lebenshilfe Region Judenburg nehmen an dem vom Sozialressort des Landes Steiermark geförderten Projekt teil. Einer davon ist Stefan Schuster.

Stefan Schuster, Kunde der Lebenshilfe Region Judenburg, arbeitet seit Anfang des Jahres in einem urigen Gasthaus etwas außerhalb des Ortes Fohnsdorf. In diesem familiär geführten und bodenständigen Gastronomiebetrieb, mit dem allseits bekannten Namen „Der Eisenbeitl“, fand am 13. März 2019 im Beisein von Soziallandesrätin Mag. Doris Kampus und VertreterInnen der Lebenshilfen aus Judenburg, Knittelfeld, Trofaiach und Graz eine Pressekonferenz statt.

„Die Steiermark ist seit vielen Jahren Vorreiterin in der Behindertenhilfe. Mehr Menschen mit Behinderungen in die wirkliche Arbeitswelt zu bringen, ist eines der aktuell wichtigsten Ziele“, betonte Soziallandesrätin Mag. Kampus. „Mit der Lebenshilfe haben wir einen professionellen Partner, der innovative Wege geht, die wir vom Sozialressort des Landes unterstützen“. Im Projekt Step by Step II können Menschen mit Behinderungen und Unternehmen ohne soziales Risiko herausfinden, ob die Zusammenarbeit klappt.

19 Stunden pro Woche arbeitet Stefan Schuster derzeit im „Eisenbeitl“. Auch samstags und sonntags ist er im Einsatz. „Sowohl in der Küche, als auch im Service entwickelt Stefan ungeahnte Fähigkeiten“, meint Ulfried Eisenbeitl , der Besitzer des Gasthauses sichtlich stolz. Stefan wird von seinem Mentor mit Eigenschaften wie „pünktlich, engagiert und lernwillig“ gelobt. Das Selbstbewusstsein des jungen Mannes ist während der kurzen Zeit bereits gestiegen und er hat eine enorme persönliche Entwicklung durchgemacht.

Stefan selbst schwärmt vor allem vom wertschätzenden Umgang innerhalb des Familienbetriebes: „Ich komme immer gerne zur Arbeit.“ Seine Zeit in der Lebenshilfe davor war vielfältig und reichte vom Restaurant „Neuer Marktwirt“ über die Tischlerei bis hin zur Dienstleistungsgruppe. Praktika, interne Schulungen und Coachings bereiteten den 23-Jährigen aber gut auf einen Job in der freien Wirtschaft vor.

Stefan und vier weitere Projekt-TeilnehmerInnen werden auch weiterhin von der Lebenshilfe Region Judenburg begleitet. Regelmäßige Besuche durch eine Mitarbeiterin in allen fünf Partnerbetrieben sollen Problemen vorbeugen, offene Fragen beantworten und schließlich eine endgültige Anstellung der Projekt-Teilnehmer zur Folge haben. Die Betriebe bezahlen nur einen geringen finanziellen Beitrag in das Projekt ein und stellen einen innerbetrieblichen Mentor zur Verfügung.

„Der größte Unterschied zu bisherigen Eingliederungsversuchen in den ersten Arbeitsmarkt ist, dass Menschen mit Behinderungen durch das Projekt länger Zeit haben, um den Betrieb und die Tätigkeitsfelder kennen zu lernen, ohne – wie bisher – auf die Leistungen der Behindertenhilfe verzichten zu müssen“, erklärt Mag. Jörg Neumann, kaufmännischer Geschäftsführer der Lebenshilfe Region Judenburg. „Außerdem haben die Teilnehmer während des Projektes Anspruch auf Sozialversicherung“, so Mag. Neumann. Spätestens bei Projektende, Mitte 2021, sollen die Teilnehmer vom jeweiligen Betrieb übernommen werden. Geschieht dies vorher, kann nachbesetzt werden. Interessierte Firmen sollen sich bei der Lebenshilfe Region Judenburg melden.

Für Stefan sieht es sehr gut aus. Sein Mentor Ulfried Eisenbeitl ist zufrieden mit Stefan und seiner Arbeit. Wer den Betrieb, in dem Stefan arbeitet, unterstützen möchte, kann gerne als Gast dorthin kommen. Ein Besuch zahlt sich kulinarisch auf jeden Fall aus, bietet doch die Karte bodenständige Schmankerl und vor allem noch gute, alte Hausmannskost.

Web: www.mooswirt.com

Mehr Infos zum Projekt gibt's hier: https://www.lebenshilfe-judenburg.at/projekte/step-by-step/

Lebenshilfe Region Judenburg
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