Aktuelles

KünstlerInnen der Werkstätte Zeltweg

Die KünstlerInnen der Kreativgruppe Werkstätte Zeltweg übergeben ihr Kunstwerk an das Büro der Mobilen Dienste in der Herrengasse.

Offizielle Bildübergabe im Büro der Mobilen Dienste in der Herrengasse
Unser Büro in der Herrengasse ist nun bunter geworden! Vielen Dank an unsere fleißigen KünstlerInnen aus der Kreativgruppe der Werkstätte Zeltweg für dieses wunderbare Kunstwerk! Empfangen wurden sie mit einer gesunden Jause aus unserem Dorfladen Fohnsdorf.

KünstlerInnen der Werkstätte Zeltweg
In der Werkstätte Zeltweg wurden die Gruppen der Töpferei und der Weberei zusammengelegt. Dadurch sind spannende und äußert kreative Werke entstanden, die Elemente aus beiden Welten vereinen. So sind bei diesem Werk beispielsweise die Schnäbel getöpfert, für die Bäuche wurde Wolle verwendet und der Rest wurde gemalt und gebastelt.

Kunstwerke in Auftrag geben
Die Kreativgruppe der Werkstätte Zeltweg nimmt außerdem Bestellungen auf. "Alles was getöpfert oder gebastelt werden kann, kann gerne bei uns bestellt werden. Unser Angebot ist bunt gemischt.", so Marina Oberreiter, Betreuerin der WS Zeltweg.

Bestellungen können gerne unter folgender Nummer aufgenommen werden: +43 (0)3577 24203

Sommerbetreuung 2020

Auch dieses Jahr standen bei der Sommerbetreuung der Lebenshilfe Region Judenburg Spiel, Spaß und Freude im Vordergrund.

Sommerbetreuung in der Lebenshilfe Region Judenburg bedeutet auch trotz Covid 19 Vorschriften: Sechs Wochen Spaß und Freude, auch bei Schlechtwetter ein tolles Rahmenprogramm, glückliche Kinder und zufriedene Eltern.

Bereits zum siebten Mal betreute das Team der Mobilen Dienste Lebenshilfe Region Judenburg in der Zeit vom 13.-31. Juli und vom 17. August bis 4. September insgesamt 13 Kinder bei Abenteuer, Spiel und Spaß.

Die Kinder und BetreuerInnen verbrachten viel Zeit in der Natur, machten ausgedehnte Spaziergänge, besuchten die Therme und vieles mehr. Das Bereuerteam und die Kinder freuen sich schon auf den Sommer 2021 und auf die Aktivitäten, die sie erwarten.

Fokus Standorte: Werkstätte Wasendorf

In unserer neuen Serie Fokus Standorte wollen wir Ihnen einen Einblick in die Arbeitsbereiche und in den Alltag der KundInnen und MitarbeiterInnenin den verschiedenen Standorten der Lebenshilfe Region Judenburg geben. Täglich verrichten sie außerordentliche Leistungen, die allzu oft unsichtbar bleiben. Dies wollen wir anhand unserer Video-, Foto- und Informationsbeiträge ändern.

Dieses Mal wollen wir den Fokus auf unsere Werkstätte in Wasendorf richten. Die Werkstätte Wasendorf gibt es nun seit fast 25 Jahren und bietet derzeit 17 Menschen mit Beeinträchtigung Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Auf diesem Standort gibt es zwei Arbeitsbereiche: die Küchen- und Kreativgruppe sowie die Tischlerei.

  1. Die Tätigkeiten in der Küchen- und Kreativgruppe sind sehr vielfältig. Die KundInnen und MitarbeiterInnen der Gruppe sorgen für das Wohl des gesamten Hauses. Sie organisieren die Jausenpläne, gehen einkaufen, bereiten das Essen vor und pflegen einen hauseigenen Kräutergarten. Hier erwerben die KundInnen lebenspraktische Fähigkeiten und entwickeln soziale Kompetenzen. Außerdem werden die kreativen Fähigkeiten der KundInnen gefördert.
  2. In der Tischlerei haben die KundInnen die Möglichkeit, die Grundbegriffe des Tischler-Handwerks in Praxis und Theorie während der täglichen Arbeit zu erlernen. Neben einfachen Holzerzeugnissen arbeiten unsere KundInnen in der Tischlerei zusammen mit ihren BetreuerInnen an Aufträgen wie Tischen, Kästen und anderen Möbelstücken. Weiters wird am Standort ein enger Kontakt mit Betrieben der freien Wirtschaft gepflegt, um unseren KundInnen die Möglichkeit zu bieten, das Erlernte in Praktika umsetzen zu können.


Das Informationsvideo der WS Wasendorf können Sie auf unserem Youtube-Kanal unter folgendem Link ansehen: https://youtu.be/WHqjFzf53FM

Mieter für das ELER Haus gesucht

Die Lebenshilfe Region Judenburg bietet Wohnungsplätze an. Derzeit gibt es noch  freie Wohnungen. Die Wohnungen befinden sich in Fohnsdorf. Du zahlst nur die Betriebs-Kosten. Das heißt du zahlst keine Miete.

Welche Unterstützung bekommst du?
Du bekommst von der Lebenshilfe Region Judenburg die  Unterstützung die du brauchst. Diese bekommst du stundenweise in Form von Freizeit-Assistenz und Wohn-Assistenz.Sie unterstützen dich zum Beispiel bei der Haushalts-Führung, beim Aufsuchen von Ämtern, bei deinen Finanzen und deiner Freizeit-Gestaltung

Wie sind die Wohnungen ausgestattet?
Die Wohnungen sind in etwa 30 Quadrat-Meter groß. Alle Wohnungen sind barrierefrei. Jede Wohnung verfügt über eine Küche, ein Badezimmer mit WC und einen Abstell-Raum. Der Gemeinschafts-Raum, die Terrasse, der Garten und der Turnsaal können von dir genutzt werden. Ein Lift ist ebenfalls vorhanden.

Du hast Interesse und möchtest dich für eine Wohnung bewerben?
Du benötigst einen gültigen Bescheid nach dem Behinderten Gesetz. Wir unterstützen dich gerne bei der Antrag-Stellung.

Hier kannst du dich melden:
Bitte melde dich bei Melanie Mühlthaler.
Das ist ihre Telefon-Nummer: 0664 85 46 907.
Das ist ihre Email-Adresse: m.muehlthaler@lebenshilfe-judenburg.at

Tag der Inklusion - So geht es den Menschen mit Beeinträchtigungen in der Coronakrise

Zum "Tag der Inklusion" am 05.05. interviewte das Antenne Steiermark Team die Lebenshilfe und fragte nach, wie es den Menschen mit Beeinträchtigungen in Zeiten der Coronakrise geht.

Auch Daniel Gamweger, Selbstvertreter der Lebenshilfe Region Judenburg im Bereich Arbeit äußerte sich zu diesem Thema und beschreibt, wie es ihm und den anderen KundInnen ergeht, was er aus dieser Zeit mitnimmt und worauf er sich wieder freut. 

Das volle Interview finden Sie unter:
https://antenne.at/steiermark/tag-der-inklusion

Großer Zusammenhalt in der Lebenshilfe Region Judenburg in Zeiten von Corona

Großer Zusammenhalt zwischen den MitarbeiterInnen und unseren KundInnen sorgen trotz der schwierigen Zeit für einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft. Aus der Ausnahmesituation heraus entstehen kreative Ideen, neue Möglichkeiten und eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Schnell umgesetzte Maßnahmen

Nach den ersten gesetzten Maßnahmen seitens der Bundesregierung wurde innerhalb einer Stunde ein Krisenteam mit Mitgliedern aus unterschiedlichen Bereichen der Organisation  zusammengestellt. Ziel des Krisenteams ist es immer noch, früh genug auf Vorgaben zu reagieren und in verschiedenen Szenarien handlungsfähig zu bleiben. Oberste Priorität hat die Aufrechterhaltung der Begleitung der KundInnen. Dem Krisenteam ist es besonders wichtig auf Transparenz in der internen sowie externen Kommunikation zu setzen. Hierzu werden alle MitarbeiterInnen anhand eines täglichen Tagesmails auf den neuesten Stand gebracht. “Mit dieser Form erreichen wir alle MitarbeiterInnen gleichzeitig. Jede/r erhält dieselben Informationen – egal ob in der Begleitung, im Home Office oder in der Verwaltung –  und ist auf dem gleichen Stand. Das gibt bei den vielen Maßnahmen die notwendig sind Sicherheit.Klarheit ist in solch einer Ausnahmesituation ein wesentlicher Bestandteil damit die Organisation gut durch und aus der Pandemie geführt werden kann“, so die stellv. Geschäftsführung Melanie Mühlthaler. Für die KundInnen und ihre Angehörigen ist eine Infohotline installiert worden, wo alle Fragen bezüglich des Ausnahmezustandes so gut wie möglich beantwortet werden.

Die mit dem Coronavirus verbundenen gesetzten Maßnahmen haben großen Einfluss auf alle Bereiche der Organisation. KundInnen wurden von den Werkstätten und den Projekten abgezogen und verbringen die Zeit in den Wohnhäusern oder zu Hause bei ihren Familien. Anhand der telefonischen Begleitung können KundInnen von zu Hause weiterhin Kontakt zu ihren Begleitpersonen pflegen. Bei KundInnen, wo die Versorgung daheim nicht gewährleistet werden kann, wurden individuelle Lösungen gefunden. Um auf einen Krankheitsfall vorbereitet zu sein, wurden Quarantäne-Teams bestehend aus 14 MitarbeiterInnen der Organisation – die sich freiwillig gemeldet haben - gebildet. Die Mitglieder des Teams sind motiviert und gut vorbereitet um KundInnen ggf. während einer Quarantäne zu begleiten.


Herausforderungen bei der Beschaffung von Schutzartikel

Eine besondere Herausforderung ist die Beschaffung von genügend Schutzartikel, nicht nur aufgrund der anfallenden nicht kalkulierten Kosten, sondern vor allem auch die Knappheit der Güter stellt uns vor ernsten Problemen. Große Unterstützung erhielt die Lebenshilfe Region Judenburg von regionalen Unternehmen sowie Privatpersonen. Innerhalb der Organisation entstanden außerdem Eigeninitiativen, die ebenfalls einen großen Beitrag zur Versorgung von Schutzartikel geleistet haben. Ein Beispiel sind die zahlreichen MitarbeiterInnen, die Mund-Nasen-Schutz selbst nähen und ihre KollegInnen und KundInnen mit wiederverwendbaren Stoffschutzmasken versorgen.


Auswirkungen auf unsere Ausgliederungsprojekte

Auch die Ausgliederungsprojekte der Lebenshilfe-Region-Judenburg mussten sich an die Ausnahmesituation anpassen. Das Café Bistro Judenburg ist derzeit geschlossen. Das Lebenshilfe Restaurant Neuer Marktwirt versorgt die MitarbeiterInnen und KundInnen weiterhin. Seit 14.04. gibt es ein Abholservice und jede/r kann auf Vorbestellung Essen bestellen. Der Nahversorger Nah&Frisch Murkauf sowie der Dorfladen Fohnsdorf versorgen die Menschen in der Region nach wie vor mit Lebensmittel. Beide Geschäfte wurden den Vorschriften der Regierung entsprechend vorbereitet. Um die Versorgung auch kontaktlos zu gewährleisten, wurde ein Lieferservice installiert. Trotz dieser bisher sehr erfreulichen Entwicklung blickt Geschäftsführer Jörg Neumann auch mit Sorgen auf die Situation: „Einerseits sind durch die Anschaffungen von Schutzausrüstung beträchtliche Zusatzkosten entstanden, andererseits verursacht der totale „Lock-Down“ bei den Beschäftigungsprojekten in der Gastronomie (Bistro am LKH Judenburg und Neuer Marktwirt) keine oder deutlich geringere Einnahmen.“


Der neue Alltag für unsere KundInnen

Besonders auf den Alltag der KundInnen wirkt sich diese Ausnahmesituation aus. Vor allem die Arbeit in den Werkstätten und in den Betrieben fehlt. Die MitarbeiterInnen in der Betreuung versuchen in diesen Zeiten ihr bestes um den Alltag der KundInnen so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Sie geben den KundInnen in dieser Zeit viel Halt und Freude. „Unsere Betreuer sorgen für unser Wohl, gehen einkaufen und kochen mit uns. Sie gehören im Moment zu meinen einzigen sozialen Kontakten“, erzählt Carina Hörtler, Kundin der Lebenshilfe Region Judenburg. Mit ihren Familien und Freunden sind viele nur per Videochat in Verbindung. „Die Betreuer versuchen, uns den ganzen Tag zu beschäftigen, mit Spielen, Basteln, Spaziergängen und Gesprächen“, so Hörtler weiter. Martin Pichler, Selbstvertreter in den Bereichen Wohnen und Freizeit hat die Hotline „GlücklichReden“ initiiert. Damit können sich KundInnen bei ihm melden, um sich sprichwörtlich glücklich zu reden. „Es ist für uns alle eine schwierige Zeit aber wir halten zusammen“, so Pichler.
 

Ostergrüße der Lebenshilfe Region Judenburg

Das gesamte Team der Lebenshilfe Region Judenburg wünscht ein frohes Osterfest! 

Vielen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen sowie Kundinnen und Kunden für die tollen und kreativen Beiträge - IHR seid einfach SPITZE!

#teamlebenshilfe #bleibtsgesund #zusammenschaffenwiralles

Für die Lebenshilfe Region Judenburg:
Sandra Rinofner, Jörg Neumann, Melanie Mühlthaler

ZUM VIDEO

Fokus Frau: Sandra Rinofner

Als Obfrau der Lebenshilfe leiht Sandra Rinofner beeinträchtigten Menschen ihre Stimme.

Sandra Rinofner aus St. Georgen ob Judenburg hat sich intensiv um ihre berufliche Karriere gekümmert. Zuerst hat sie den Beruf Einzelhandelskauffrau erlernt und es danach zur Filialleiterin gebracht. Der Betrieb wurde geschlossen und sie hat wieder gelernt. Im Schulungszentrum Fohnsdorf wurde sie zur Gastronomiefachfrau ausgebildet. Es folgte noch eine dritte Ausbildung, nämlich zur Radio- und Fernsehmoderatorin. Als ihr heiß ersehntes Kind zur Welt gekommen ist, war ihr das alles nicht mehr wichtig. Ihr Kind hat eine Beeinträchtigung. Was immer an Therapien empfohlen wurde, hat sie wahrgenommen. So auch die Hippotherapie beim Reitclub Zeltweg. „Damals habe ich Michaela Eisbacher kennengelernt“, erinnert sich Rinofner. Eisbacher war Obfrau der Lebenshilfe Judenburg. Vor zehn Jahren hat Rinofner diese Funktion übernommen.

Viele Aufgaben

Jörg Neumann und Melanie Mühlthaler führen die Geschäfte der Lebenshilfe. Sandra Rinofner ist die Frontfrau. Sie nennt sich Netzwerkerin und ist in dieser Funktion unermüdlich unterwegs. Es geht meist darum, die recht knapp bemessenen Finanzen aufzubessern. Dafür organisiert sie Veranstaltungen. Sie sucht auch den Kontakt zu Politikern und Wohltätigkeitsorganisationen. Immer wieder ist es nötig, in Not geratenen Familien rasch und unbürokratisch zu helfen: „Das gelingt mir immer wieder recht gut.“ Drei, oft vier Tage arbeitet sie im Büro der Lebenshilfe oder ist in Sachen Hilfe unterwegs. Obfrau der Lebenshilfe ist übrigens ein Ehrenamt. Das Engagement braucht allerdings viel Herz und Verhandlungsgeschick. „Es ist mir ein Bedürfnis, den Schwachen eine Stimme zu verleihen“, sagt sie. Wer jemals die von der Lebenshilfe betreuten Menschen kennengelernt hat, weiß, wie liebenswert sie sind. Sandra Rinofner will alles dazu beitragen, dass sie ein möglichst schönes Leben haben. Sie kann sich über jeden Erfolg freuen, sei es in der Entwicklung der „Kunden“ oder bei den Special Olympics. Außer der Lebenshilfe-Familie hat Sandra Rinofner auch eine eigene Familie, mit der sie gerne Zeit verbringt. Familie Rinofner geht gerne mit dem eigenen Wohnwagen auf Reisen. Angesagt ist auch Sport: Tennis, Schwimmen, Schi- und Radfahren.

Ein Beitrag von: Gertrude Oblak - Murtaler Zeitung 

Infohotline für KundInnen und Angehörige

Wir sind gut vorbereitet um gemeinsam mit allen MitarbeiterInnen die Herausforderung Corona bedacht zu meistern. Für Fragen gibt es ab sofort unsere Informationshotline für Familienmitglieder und KundInnen.

Infohotline der Lebenshilfe Region Judenburg und KundInnen und Angehörige

Tel: +43(664) 888 68 997
täglich von 8.00 bis 20 Uhr



Wir sind bemüht, Anliegen so zu bearbeiten, dass Sie sich sicher fühlen und Ihre Angehörigen gut aufgehoben wissen. Die Gesundheit unserer KundInnen, ihrer Angehörigen und unserer MitarbeiterInnen hat für uns höchste Priorität. Wir bitten Sie deshalb bis auf weiteres den Besuch unserer Werkstätten und Wohnbereiche einzustellen.

Im Namen vom gesamten Lebenshilfe-Team wünschen die Selbstvertreter Martin Pichler und Daniel Gamweger, der Vorstand mit Obfrau Sandra Rinofner sowie die Geschäftsführung Jörg Neumann und Melanie Mühlthaler allen viel Kraft, Zusammenhalt und Teamgeist für diese besondere Situation!

60 Jahre Lebenshilfe Steiermark: Kaffeehausgespräche

Unter dem Motto „Edle Mischung: Zwei Menschen ein Thema“ finden anlässlich des 60 Jahre Jubiläums der Lebenshilfe Steiermark 2020 steiermarkweit Kaffeehaus-Gespräche statt. Auch fünf KundInnen der Lebenshilfe Region Judenburg trafen prominente GesprächspartnerInnen und tauschten sich zu gemeinsamen Themen aus.

Seit 60 Jahren begleitet die Lebenshilfe Steiermark Menschen mit Behinderung in ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Ihr konsequentes Ja zum inklusiven Miteinander hat das gesellschaftliche Bewusstsein in den vergangenen Jahrzehnten nachhaltig verändert.

Ganz im Sinne gelebter Inklusion finden anlässlich des 60 Jahre-Jubiläums der Lebenshilfe Steiermark in den steirischen Regionen Kaffeehaus-Gespräche statt. Unter dem Motto „Edle Mischung - Zwei Menschen ein Thema“ treffen Menschen mit Behinderung prominente GesprächspartnerInnen, um sich in ungezwungener Kaffeehaus-Atmosphäre auszutauschen, miteinander zu plaudern und gemeinsame Themen zu teilen!

Auch fünf KundInnen der Lebenshilfe Region Judenburg trafen bisher prominente GesprächspartnerInnen und tauschten sich zu gemeinsamen Themen aus.

An der Umsetzung dieses Projektes wirken Menschen mit Behinderung in allen Schritten aktiv mit. Die Kaffeehaus-Gespräche laufen bis Herbst 2020.

Die Interviews können Sie unter www.60jahre.lebenshilfe-stmk.at nachhören und nachlesen.

Kooperationsprojekt Tannenwelt

Durch die Kooperation mit dem Projekt „Tannenwelt“ und Projektmanagerin Dr. Christina Mandl schafft die Lebenshilfe Region Judenburg ein weiteres Mal sinnstiftende Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen.

Das Projekt "Tannenwelt" ist ein Kooperationsprojekt der Lebenshilfe Region Judenburg und der Projektmanagerin Dr. Christina Mandl. Dabei werden hochwertige Produkte wie Tannenkissen oder brandneu - Stoffpuppen für Hunde - aus Tannenspänen, Lavendel und weiteren steirischen Materialien gefertigt und über einen Onlineshop und regional in den Geschäften der Lebenshilfe Region Judenburg verkauft. Die Volksschule Judenburg Stadt mit Frau Direktorin Silvia Celin unterstützte nun bei der Namensfindung für die 3 verschiedenen Stoffpuppen, die liebevoll händisch gefertigt werden.

Nach der kürzlich abgehaltenen Jurysitzung wurde verkündet, dass die Stoffpuppen in Zukunft folgende Namen  tragen werden: Limi, Rosy und Düfti. Diese sind ab Mitte März über den Onlineshop www.tannenwelt.at zu beziehen.

Florian Steiners gelungener Absprung in den ersten Arbeitsmarkt mit "Step by Step"

Mit der Teilnahme am Projekt „Step by Step“ schafft Florian Steiner den Absprung in den ersten Arbeitsmarkt. Anfang des Jahres wird der junge Pölser im Bauhof seiner Gemeinde fix übernommen. Die Geschäftsführung Jörg Neumann und Melanie Mühlthaler, Obfrau Sandra Rinofner, Step by Step Projektleiterin Angelika Walch, Pölser Bürgermeister und Bauhofleiter Christian Riedler gratulieren Florian Steiner recht herzlich.

Florian Steiner, Kunde der Lebenshilfe Region Judenburg will, wie jeder andere Jugendliche in seinem Alter, selbstständig sein und sein eigenes Geld verdienen. Seine Beeinträchtigung hat er nie als besondere Hürde gesehen. „Vor der Teilnahme am Step by Step Programm machte ich ein Praktikum im Lagerhaus, wo ich beim Zuschneiden mitgeholfen habe. Danach war ich bei einer Tischlerei in Sankt Lorenzen“, berichtet Florian. Für eine Festanstellung hat es jedoch nie gereicht.

Mit 01. Juli 2018 startete das Projekt „Step by Step“ mit dem Ziel, beeinträchtigte Menschen mit einem gültigen TaB-Bescheid lt. BHG an einen Betrieb des 1. Arbeitsmarktes zu vermitteln. Das Projekt, welches von der Grazer Lebenshilfe entwickelt wurde, wird unter anderem auch von der Lebenshilfe Region Judenburg umgesetzt.

Unter den fünf ErstteilnehmerInnen war auch Florian Steiner. Auf der Suche nach dem geeigneten Partnerbetrieb, fiel Florian die Entscheidung nicht schwer. „Ich habe mich entschieden, dass ich mir den Bauhof in Pöls genauer anschauen möchte und es hat mir von Anfang an sehr gut gefallen“, so Steiner. Der Pölser Bürgermeister Gernot Esser, der selbst Interesse an „Step by Step“ gefunden hatte, führte daraufhin mit Projektleiterin Angelika Walch die nötigen Gespräche und vermittelte Florian Steiner an den Bauhof Pöls.

Christian Riedler, Leiter des Bauhofes erläutert: „Der Entschluss ist über unseren Bürgermeister gegangen, dass der Florian zu uns gekommen ist. Ich war zuerst ehrlich gesagt etwas skeptisch. Aber es hat alles super funktioniert. Und Angelika Walch, Projektleiterin bei „Step by Step“, hat das alles super gemanagt und war eine riesige Unterstützung.“ Riedler ist begeistert von Florians Entwicklung im Betrieb. „Zuerst war er ruhig und zurückhaltend. Mit der Zeit wurde er immer offener, kommt aus sich heraus und interagiert mit seinen Kollegen. Er hat von Anfang an sehr brav mitgearbeitet. Wir schätzen vor allem seine Selbstständigkeit“, so Riedler.

Florian erledigt alle Tätigkeiten, die die anderen 7 Mitarbeiter des Bauhofes auch machen. Darunter gehören unter anderem die Straßenerhaltung, das Pflegen der Grünanlagen und die Mitbetreuung des Altstoffsammelzentrums. „Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Je nach Jahreszeit gibt es Tätigkeiten, die wichtiger sind als andere. Es wird nie langweilig“, berichtet der junge Pölser.

Florian, dessen Selbstbewusstsein in dieser Zeit sichtlich gewachsen ist, erläutert abschließend: „Ich bin stolz darauf, dass es beim Bauhof funktioniert hat, ich fix übernommen wurde und Teil vom Team bin, wo ich voll integriert wurde.“

Winterspiele 2020 von Special Olympics: Offizielle Verabschiedung unserer AthletInnen

In gemütlichem Ambiente fand am 20.01.2020 die offizielle Verabschiedung unserer AthletInnen und Athleten statt. Mit den motivierenden Worten von der zweiten Landtagspräsidentin Gabriele Kolar, Bgm. Hannes Dolleschall, und Obfrau Sandra Rinofner gehen die Athletinnen in den Kampf um die Medaillen. Die Geschäftsführung Jörg Neumann und Melanie Mühlthaler haltet die Daumen.

Von Do. 23. bis Di. 28.1.2020 finden in Villach und den Gemeinden Feistritz/Gail und Hohenthurn die Herzschlag Winterspiele 2020 von Special Olympics statt. Etwa 1000 SportlerInnen mit intellektueller Beeinträchtigung aus Österreich und kleineren internationalen Delegationen, treten in 9 Sportarten gegeneinander an. 

Unter den 1000 TeilnehmerInnen nehmen auch 16 AthletInnen der Lebenshilfe Region Judenburg teil. Diese wurden am 20.01. im Lebenshilfe Restaurant Neuer Marktwirt feierlich verabschiedet. Beflügelnde Worte gab es von Obfrau Sandra Rinofner, Sektionsleiter für Sport – Marco Sagmeister, Selbstvertreter – Daniel Gamweger,  Zweite Landtagspräsidentin Gabriele Kolar und Bgm. Hannes Dolleschall. Obfrau Sandra Rinofner und Zweite Landtagspräsidentin Gabriele Kolar gaben den SportlerInnen sogar das Versprechen, sie am 25.01. höchstpersönlich in Kärnten anzufeuern. 

In den Disziplinen Stocksport, Langlauf und Ski Alpin werden die AthletInnen ihr Können unter Beweis stellen und das Murtal bei den Winterspielen 2020 vertreten. Drei TrainerInnen und eine Freiwillige unterstützten die Mannschaft bei den Vorbereitungen für die Spiele und begleiten sie vor Ort. Große Beihilfe kam von der Stadtgemeinde Judenburg, die mit einem Betrag von 7.900 € das Startgeld gesponsort hat. Die Stadtwerke Judenburg AG finanzierten mit einem Betrag von 2.856 € Winterjacken und Hauben. Außerdem spendete die Gigasport Filiale Fohnsdorf zwei Helme und Rückenprotektoren für die Ski Alpin SportlerInnen. 

KundInnenweihnachtsfeier 2019

Eltern, KundInnen, Vorstandsmitglieder und Freunde der Lebenshilfe Region Judenburg verbrachten am 1.12.2019 einen schönen Nachmittag bei Kaffee und weihnachtlichen Leckereien in den Räumlichkeiten der ehemaligen Wirtschaftskammer.

Für die musikalische Umrandung sorgten Marco und Maximilian sowie die Gruppe Voices aus St. Peter. Eine Weihnachtsgeschichte und Gedichte, sorgfältig einstudiert von einigen KundInnen und den Selbstvertretern, sorgte bei den zahlreichen BesucherInnen für besinnliche Momente an diesem ersten Adventsonntag.

Danke an alle Mitwirkenden und freiwilligen HelferInnen, die wieder für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgten.


Text Karin Krainer

Betriebsweihnachtsfeier 2019

Geschäftsführung und Vorstand der Lebenshilfe Region Judenburg luden am Abend des 29. November 2019 in den Panthersaal Weißkirchen

Nach einem ereignisreichen Jahr, aber auch einem Jahr mit vielen neuen Eindrücken, gönnten sich Geschäftsführung, Vorstand und MitarbeiterInnen der Lebenshilfe Region Judenburg eine kleine Pause. Im Panthersaal Weißkirchen fand man das nötige Ambiente, um gemeinsam das Jahr Revue passieren zu lassen. MitarbeiterInnen des Standortes Kohlplatz (Gala-Bau) und des Restaurants Neuer Marktwirt sorgten mit einem unterhaltsamen Musikprogramm für das Highlight der Feier.

"Alt werden": Portraits von besonderen Menschen

Eine Ausstellung im BORG Murau rückt das Älterwerden von Menschen mit Beeinträchtigung ins Zentrum. In Kooperation mit den Lebenshilfen Judenburg und Murau konnte die bildgewaltige Wanderausstellung in die Obersteiermark geholt werden. Die Eröffnung fand am Nachmittag des 27. November 2019 statt.

„Wichtig für uns als Lebenshilfe ist es, dass möglichst viele Menschen Zugang zu dieser Ausstellung finden und wir viel öffentliche Wirksamkeit dadurch erreichen können“, betonte Sandra Rinofner, Obfrau der Lebenshilfe Region Judenburg bei der Eröffnung. Gezeigt werden Portraits von Menschen, die in den Einrichtungen der steirischen Lebenshilfen wohnen. Mit großem Gespür für sein Gegenüber hat der Fotograf Christopher Mavrič ältere Menschen mit Behinderungen abgebildet. Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen erzählen von einer Lebensfreude, deren Intensität man sich nur schwer entziehen kann.

Alt werden ist das Privileg des 21. Jahrhunderts. Die Lebenserwartung nimmt stetig zu. Da geht es meist darum, was wir vom Leben erwarten. Das ist vor allem nicht einsam sein, in vertrauter Umgebung leben, gesund bleiben, und über gesellschaftliche Teilhabe verfügen. Es ist Zeit, über Lebensqualität im Alter nachzudenken und dabei auch junge Menschen miteinzubeziehen. Kreative Schülerinnen und Schüler des BORG Murau haben sich gemeinsam mit ihrer Professorin, Mag. Eveline Esser, Gedanken zum Thema gemacht und für die Ausstellung Portraits in Fingerprint-Technik gestaltet.

Die Ausstellung, die von der Lebenshilfe Steiermark initiiert wurde, hat bereits in Graz, Hartberg und Feldbach Station gemacht. Bis 20. Dezember wird sie im BORG Murau, Grössingstraße 7, gezeigt. Die eindrucksvollen Bilder und die dazugehörigen Lebensgeschichten sind im Buch „Weil es mich gibt“, herausgegeben von Christopher Mavrič und dem Autor Stefan Schlögl, abgedruckt. Der Bildband ist ebenfalls im Rahmen der Ausstellung in Murau erhältlich.

Alle Jahre wieder: Ansturm auf Adventausstellung

Der Verkauf von handgefertigten Produkten aus Küche und Garten der Werkstätte Kohlplatz (Gala-Bau) hat bereits langjährige Tradition. Für viele BesucherInnen ist die Adventausstellung ein Fixtermin im Kalender. Heuer war es das 27. November.

Die wochenlangen Vorbereitungen haben sich bezahlt gemacht. „Unsere KundInnen und MitarbeiterInnen haben sich beim Backen, Kochen und Adventkranzbinden richtig ins Zeug gelegt“, erzählt die Standortleitung der Lebenshilfe-Werkstätte, Mag. Brigitte Rieser. Adventkränze, Dekoartikel, Liköre und Co fanden auch heuer wieder reißenden Absatz.

Tradition hat aber nicht nur der Produkt-Verkauf, auch zahlreiche BesucherInnen kommen jedes Jahr wieder, so auch das Team der Gebärabteilung/Kreissaal des LKH Judenburg. Mit 300 Euro in der Tasche fanden sich die Damen zur Spendenübergabe bei der Adventausstellung in der Werkstätte ein. Alle MitarbeiterInnen der Station verzichten zu Gunsten der Lebenshilfe auch in diesem Jahr auf Wichtel-Geschenke zu Weihnachten.

Aber nicht nur die zahlreichen Produkte, auch eine atemberaubende Aufführung der St. Peterer Hammerperchten, unter der Leitung von Christian Rücker, lockte die BesucherInnen am späten Nachmittag in die Werkstätte Kohlplatz. Die faszinierende und einzigartige Inszenierung eines Krampusspiels und die anschließende Feuershow begeisterte Jung und Alt. Zu guter Letzt hatten alle noch die Möglichkeit, sich die gruseligen Masken und Kostüme anzusehen und Fotos zu schießen.

Tag der offenen Tür in der Werkstätte Zeltweg

Am 21. November 2019 war es wieder so weit: Die Lebenshilfe-Werkstätte Zeltweg öffnete diesmal ihre Tore zur Information und Präsentation der neuen Gruppen-Strukturen. Auch Bürgermeister Günter Reichhold und Vizebürgermeister Helmut Ranzmaier statteten den KundInnen und MitarbeiterInnen einen Besuch ab.

„Vor wenigen Monaten haben wir das Standort-Konzept überarbeitet und weiter an die Bedürfnisse unserer KundInnen angepasst“, weiß Markus Rinner, Standortleiter der Werkstätte. In der großzügig ausgestatteten Werkstätte, die 2006 erbaut wurde, finden derzeit 24 Menschen mit Beeinträchtigung Platz. Es sind vor allem ältere und schwerbeinträchtige Menschen, die in Zeltweg arbeiten und unterstützt werden. Ihnen wird in der Alternativgruppe und der Basalen Gruppe ein breites Angebot an Fördermaßnahmen und speziell abgestimmten Aktivitäten geboten. Generell stehen die Potenziale jedes einzelnen Kunden und dessen individuelle Entwicklung im Fokus der Arbeit des gesamten Betreuer-Teams.

In der Hauswirtschaftsgruppe erlernen Menschen mit Beeinträchtigung den richtigen Umgang mit Reinigungsmaterial und entsprechenden Maschinen und Geräten. Die Gruppe ist wichtiger Bestandteil der Standortorganisation, liegen doch Tätigkeiten wie Tischdecken oder Abwaschen in ihrer Verantwortung.

In der neuen kreARTiv-Gruppe steht die pädagogische Arbeit im Vordergrund. Die KundInnen stellen je nach Fähigkeit und eigenem Interesse unterschiedliche Produkte her. Die Palette ist sehr breit und erstreckt sich von Gebrauchs- und  Dekorationsgegenständen, selbstgemalten Bildern bis hin zu Upcycling-Produkten. Nach wie vor werden auch Keramik- und Webereiprodukte angeboten. Der wirtschaftliche Aspekt in der Produktion steht dabei nicht im Vordergrund.

Jahreshauptversammlung: Vorstandsmitglieder wiedergewählt

Am Abend des 17. Oktober 2019 wurde der Vereinsvorstand der Lebenshilfe Region Judenburg gewählt. Die Verleihung des 4. Lebenshilfe-Awards und die Vorstellung der neuen stellv. Geschäftsführerin waren weitere Highlights. Natürlich durften auch die Ehrungen langjähriger KundInnen nicht fehlen.

Nach bereits sechs Jahren im Amt, steht Obfrau Sandra Rinofner nun für weitere drei Jahre ehrenamtlich an der Spitze des Vereins der über die Bezirksgrenzen hinaus bekannten Behindertenorganisation. Auch die weiteren Mitglieder und deren Funktionen bleiben unverändert: Dr. Sonja Mosser (Obfrau-Stv. und Schriftführerin), Herbert Autischer (Kassier und Schriftführerin-Stv.) und Werner Kremser (Obfrau-Stv. und Kassier-Stv.). Der Elternbeirat wurde erweitert. Neben Heidemarie Cebul wirken nun auch Daniela Enzinger und Silke Pirker im Verein mit.

Der Lebenshilfe-Award wurde heuer zum 4. Mal in Folge verliehen. Der Award ist eine Auszeichnung für Menschen und Betriebe der Region, die im Besondern mit der Lebenshilfe Region Judenburg verbunden sind. So auch Walter Martetschläger, Kommandant der Marinekameradschaft Erzherzog Ferdinand Max. „Getreu unserem Motto: Helfen, und anderen Freude bereiten, engagieren wir uns seit einigen Jahren für die Lebenshilfe“, erzählt Martetschläger sichtlich stolz. Zahlreiche Feste und Aktivitäten hat der Fohnsdorfer bereits für die KundInnen der Lebenshilfe organisiert, so dass „inzwischen schon ein freundschaftliches Verhältnis entstanden ist.“

Weitere Tagesordnungspunkte der Jahreshauptversammlung waren die Vorstellung der neuen stellv. Geschäftsführerin Melanie Mühlthaler und die Präsentation des kürzlich eröffneten Autismus-Behandlungszentrums durch Standortleiterin Mag. Rebecca Painold. Den offiziellen Abschluss des Abends bildeten einmal mehr die Ehrungen langjähriger KundInnen. Obfrau Sandra Rinofner überreichte gemeinsam mit Landtagspräsidentin Gabriele Kolar, BGM Hermann Hartleb, BGM Günter Reichhold und GR Herta Spreitzer Urkunden und Geschenke an die sichtlich stolzen KundInnen.

Lebenshilfe feiert Spatenstich für ELER-Haus

Durch einen großzügigen Um- und Zubau des Lebenshilfe-Wohnhauses in Fohnsdorf in der Grazerstraße wird barrierefreier, leistbarer Wohnraum für Menschen mit Beeinträchtigung geschaffen. AssistentInnen sollen künftige BewohnerInnen mittels neuer, mobiler Leistung unterstützen.

Im Beisein von Bürgermeister Gernot Lobnig, Architekt DI Robert Kroger, Bauleiter DI Peter Wallner und einer Lebenshilfe-Delegation wurde am 9. Oktober 2019 der offizielle Spatenstich für das sogenannte ELER-Haus gefeiert. Mit finanzieller Unterstützung des Landes Steiermark und der Europäischen Union schafft die Lebenshilfe Region Judenburg in Fohnsdorf dringend benötigten barrierefreien, leistbaren Wohnraum für Menschen mit Beeinträchtigung.

In Fohnsdorf und den umliegenden Gemeinden gibt es keine rollstuhlgerechten Wohnungen, die angemietet werden können bzw. barrierefrei adaptierbar sind. „Die Nachfrage ist aber bereits groß und wird laut Bedarfs- und Entwicklungsplan bis 2030 um 40 Prozent steigen“, weiß Melanie Mühlthaler, stellvertretende Geschäftsführerin der Lebenshilfe Region Judenburg. Deshalb hat sich die Organisation entschieden, ein bestehendes Wohnhaus in Fohnsdorf anzupassen. Mit dem geplanten Um- und Zubau entstehen vier Einzelwohneinheiten sowie eine Wohnung für zwei Personen mit leichter bis mittlerer Beeinträchtigung.

„Die künftigen BewohnerInnen haben dann Rechte und Pflichten, wie jeder Mieter“, so Mühlthaler. Unterstützt durch AssistentInnen sollen sie ihr Leben selbst gestalten. Im Rahmen einer mobilen Leistung, bei der neben Fachkräften auch Leihen zum Einsatz kommen, wird für die BewohnerInnen auch die Möglichkeit geschaffen, soziale Kontakte zum Gemeinwesen, zur Nachbarschaft und zu Vereinen zu knüpfen.  „Eine vollständige Integration in die Gesellschaft der Gemeinde Fohnsdorf und ihren Angebote ist ein großes Ziel“, so Mühlthaler. Mit dem neuen Projekt will die Lebenshilfe Region Judenburg auch sozialer Vereinsamung und finanziellen Existenzängsten im betroffenen Personenkreis entgegenwirken. Bürgermeister Gernot Lobnig hofft auf weitere Synergien durch das Projekt und spricht bereits bestehende Kooperation an: „Fohnsdorf braucht die Lebenshilfe und die Lebenshilfe braucht Fohnsdorf.“

Das bestehende Gebäude wird im Inneren komplett barrierefrei umgebaut und eine Wohnnutzfläche von 242m² umfassen. Im halbgeschossig versetzten Zubau sind Gemeinschaftsräume mit einer Gesamtfläche von 94m² untergebracht. „Das neu errichtete Stiegenhaus samt beidseitig zugänglichem Lift wird den Altbau mit Zubau verbinden“, erklärt Architekt DI Robert Kroger. Das abschließende gemütliche Beisammensein stimmt alle Verantwortlichen auf gute Zusammenarbeit während der knapp einjährigen Bauzeit ein. Die Fertigstellung ist für September 2020 geplant.

Neues Autismus-Behandlungszentrum in Judenburg

Das Autismus-Behandlungszentrum Obersteiermark West ist das neueste „Wunschkind“ der Lebenshilfe Region Judenburg. Seit 2013 arbeitet die Organisation an der Umsetzung des Projektes. Gemeinsam mit Soziallandesrätin Mag. Doris Kampus und Landtagspräsidentin Gabriele Kolar wurde das neue Zentrum am 23.9.2019 den Medien vorgestellt.

Besonders im zwischenmenschlichen Bereich kommt es bei Betroffenen häufig zu Problematiken. Eine engmaschige Begleitung ist wesentlicher Bestandteil einer gelungenen Integration in die Gesellschaft. Eine möglichst frühe Diagnose und eine so bald als möglich beginnende Förderung beeinflussen die Entwicklung des Betroffenen positiv. „Es ist uns ein großes Anliegen, die Menschen in ihren Lebenswelten zu entlasten und zu unterstützen“, erklärt Melanie Mühlthaler, stellv. Geschäftsführerin der Lebenshilfe Region Judenburg. Das neue Zentrum ist das einzige Angebot für Betroffene nördlich von Graz. „Abgesehen von der Fahrzeit dauert es dort 12 bis 18 Monate, bis man einen Therapietermin bekommt", so Christiana Rust-Schmalzmaier, Mutter einer autistischen Tochter aus Judenburg.

"Die Steiermark ist ein Vorbild in der Behindertenhilfe für viele Bundesländer. Unser besonderes Augenmerk liegt auch auf Regionalisierung. Wir bringen die Unterstützungs- und Therapieangebote noch näher zu jenen Menschen, die sie brauchen. Das neue Autismuszentrum in Judenburg ist dafür ein besonders gutes Beispiel", so Sozial-Landesrätin Mag. Doris Kamups stolz.

Die Autismusexpertin der Lebenshilfe Region Judenburg, Mag. Rebecca Painold, unterstützt betroffene Familien bei der Antragsstellung, bei der Erstellung der Therapiepläne sowie bei der Durchführung der Therapien. Die Therapien finden im neuen Autismus-Behandlungszentrum in der Herrengasse 23 (ehem. WKO) statt. Es gibt einen Informationsraum, Räume für Einzeltherapien sowie einen großen Raum für Gruppentherapien. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei und leicht erreichbar. Die Therapieeinheiten werden über die Bezirkshauptmannschaft abgerechnet. Es fallen hierfür keine Kosten an. Für darüber hinausgehende Leistungen (z.B. Diagnostik, Coaching, Workshops) fallen Kosten an.

Mehr Informationen zum Autismus-Behandlungszentrum finden Sie hier:

www.lebenshilfe-judenburg.at/projekte/autismus-behandlungszentrum/

Landschaftsapotheke unterstützt Lebenshilfe-Schwimmteam

Mit 15 neuen Schwimmbrillen und 15 Schwimmkappen, gespendet von der Landschaftsapotheke Judenburg, startet der Schwimmkader der Lebenshilfe Region Judenburg in die neue Trainingssaison.

Zweckdienlich, in einem kleinen Sling Bag verpackt, wurde die Sachspende am 12. September 2019 von Mag. Valerie Odelga, Geschäftsleitung der Landschaftsapotheke Judenburg, an die Verantwortlichen der Lebenshilfe Region Judenburg überreicht. Daniela Rosenkranz (Trainerin des Schwimmteams), Marco Sagmeister (Sektionsleiter Sport), Daniel Gamweger (Selbstvertreter) und Sandra Rinofner (Obfrau) luden zur Spendenübergabe ins Lebenshilfe-Bistro am LKH-Gelände.

„Nicht alle aus unserem Kader sind an das Tragen von Brillen und Kappen gewöhnt. Für einige wird es eine Herausforderung, damit zu trainieren“, weiß Daniela Rosenkranz, die das Team bei den wöchentlichen Trainingseinheiten im Erlebnisbad Judenburg unterstützt. Die nächsten Wettwettbewerbe stehen auch schon vor der Tür. „Im Oktober sind wir in Kapfenberg mit dabei und im November geht es für das Team nach Wörgl“, berichtet Marco Sagmeister. Beide Wettkämpfe sind Tages-Events und werden von Special Olympics Österreich organisiert.

Die Lebenshilfe Region Judenburg bietet Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit, in zwei Sportarten zu trainieren. Neben dem Schwimmen stehen auch regelmäßige Trainings im Stocksport auf dem Programm. Die Kosten für die Teilnahme an Wettkämpfen trägt die Behindertenorganisation selbst. „Vor allem Groß-Events sind teuer. Wir kooperieren bereits mit regionalen Betrieben und sind immer wieder auf der Suche nach Sponsoren“, so Obfrau Sandra Rinofner. Eine dieser regionalen Firmen, welche die SchwimmerInnen der Lebenshilfe heuer bereits mit 500 Euro unterstützt hat, ist die Loyal Personal GmbH, unter der Leitung von Hermann Simbürger. Danke!

Mega-Stimmung beim 1. Benefiz-Open-Air der Lebenshilfe

Unter dem Motto "Musik verbindet" veranstaltete die Lebenshilfe Region Judenburg am 1. August 2019 ihr erstes Benefiz-Open-Air mit Steirischen KünstlerInnen.

Schlagermusik vom Feinsten wurde den BesucherInnen des Lebenshilfe-Open-Air am Abend des 1. August geboten. Mit dabei: Marco & Maximilian, Natascha - Das Steirermadl, Oliver Haidt und die Schwoazstoaner. Die Gruppe Bergfex konnte leider verletzungsbedingt nicht auftreten, was der ausgelassenen Stimmung aber keinen Abbruch tat. Auch der Wettergott war den Fans wohlgesonnen, fielen doch nur ein paar wenige Regentropfen zu Beginn der Veranstaltung (und ein paar mehr ganz zum Schluss :-)).

Sandra Rinofner, Organisatorin und Obfrau der Lebenshilfe Region Judenburg, ließ es sich nicht nehmen, alle Anwesenden aufs Herzlichste zu begrüßen und bedankte sich bei ihrem Team und den Sponsoren, ohne die eine Veranstaltung wie diese nicht denkbar gewesen wäre: "Danke an unsere Großsponsoren Steuerberatung Enzinger-Mosser, Kaltenegger (Bau, Transporte und Trockenbau), K&K Poolworld, Raiffeisenbank Zirbenland, Stvarnik Bau und die Gemeinde Weißkirchen". Auch Moderator Mag. Gernot Esser gab sein Bestes und kündigte die Musikacts perfekt ab.

Dass "Musik verbindet" zeigte sich am bunt gemischten Publikum: Jung und Alt, behindert und nicht behindert, alle fühlten sich sichtlich wohl. Bis in die Nachtstunden wurde am Lebenshilfe-Standort Werkstätte Kohlplatz (Gala-Bau) gefeiert, getanzt und mitgesungen. Das 1. Benefiz-Open-Air der Lebenshilfe Region Judenburg war ein voller Erfolg. "Es wird auf jeden Fall eine Fortsetzung geben", versichert Obfrau Sandra Rinofner, die mit dieser Veranstaltung einen Weg gefunden hat, Geld für die Behindertenorganisation zu lukrieren, ohne auf das sonst übliche Spendensammeln zurückzugreifen.

Gartenbau-Gruppe der Lebenshilfe Ennstal zu Besuch im "Gala-Bau"

Am 17. Juli 2019 machte sich das Gartenbauteam der Lebenshilfe Ennstal auf den Weg zu einer Exkursion nach Judenburg. Gibt es doch in der Werkstätte Kohlplatz (Gala-Bau) der Lebenshilfe Region Judenburg auch ein eigenes Gartenbauprojekt.

Was also liegt näher, als sich zu einem Erfahrungsaustausch zu treffen und voneinander zu lernen.

Standortleiterin Brigitte Rieser führte durch das wunderschön gelegene Areal, auf dem in den Bereichen Küche und Garten rund 40 Menschen die Möglichkeit der Beschäftigung beziehungsweise Betreuung in unterschiedlichen Bereichen finden. Im Gartenbau der Werkstätte Kohlplatz werden Balkonblumen ebenso gezüchtet und angebaut wie verschiedenste Gemüse- und Kräuterpflanzen, die – ähnlich wie in der Lebenshilfe Ennstal – in der hauseigenen Küche verarbeitet werden oder auch in den Verkauf gelangen. Beeindruckend war der sogenannte „Sinnesgarten“, in dem Ziersträucher und wohlriechende Kräuter für ein wahres Dufterlebnis sorgen und sich wohl tausende Bienen und Schmetterlinge tummeln.
Für die Gartenbaugruppe aus Stainach war es unisono eine erlebnisreiche Exkursion, weil es „immer interessant ist, wie in anderen Gartenbau-Einrichtungen gearbeitet wird“, so Eva Maria Pichler, Sprecherin der Selbstvertretergruppe, die auch zum Gartenbauteam der Lebenshilfe Ennstal zählt.

Bevor „die Ennstaler“ wieder die Heimfahrt antraten, ging es noch zum Essen ins Zentrum von Judenburg, wo beim „Neuen Marktwirt“ – ebenfalls ein Projekt der Lebenshilfe Judenburg – das Gemüse und die Kräuter aus der Werkstätte Kohlplatz verkocht werden. Und zwar köstlich!

Text von Hans-Peter Wildling (Öffentlichkeitsarbeit Lebenshilfe Ennstal)
 

Bei der Überraschungsfahrt ging's bergab und flussaufwärts

Die TeilnehmerInnen der heurigen Fahrt ins Blaue konnten wieder einiges erleben: Eine Fahrt mit dem Hauly am Erzberg stand ebenso auf dem Programm wie eine Fahrt mit dem Floß auf der Enns.

Die diesjährige "Fahrt ins Blaue" führte uns am 8. Juni nach Eisenerz zu einer Fahrt mit dem Hauly. Es gehörte schon ein wenig Mut dazu, dieses Ungetüm zu besteigen, aber die riesigen Ausmaße der Arbeitsmaschinen und die grandiose Aussicht am Erzberg waren es wert. Nach der abenteuerlichen Fahrt ging es weiter nach Großraming, wo wir bei Floß und Co herzlich empfangen wurden. Die Chefin selbst stand bereits am Grill und wir bekamen ein ausgezeichnetes Mittagessen serviert. Danach bestiegen wir ein großes Floß und in gemächlichem Tempo fuhren wir die Enns aufwärts. Für ausgelassene Stimmung sorgte ein Harmonikaspieler, der auch viele Witze zum Besten gab und bei den Liedern wurde laut (oft auch recht falsch, behaupten böse Zungen) aber mit großer Begeisterung mitgesungen. Kaffee und hausgemachter Kuchen rundeten das perfekte Mittagessen ab und müde, aber gutgelaunt und mit vielen neuen Eindrücken fuhren wir gegen 16 Uhr wieder Richtung Heimat.

Text Karin Krainer

Lebenshilfe Region Judenburg
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